Leseecke


Meine Leidenschaft für Geschichten in gedruckter Form begann mit dem Augenblick, in dem ich die ersten Sätze selbst entziffern konnte. Schule war für mich schon im Kindergarten das Synonym für "Lesen lernen" und ich konnte es kaum erwarten, ganz ohne fremde Hilfe und wann immer es mir beliebte, in die Welt der Buchstaben einzutauchen. Entsprechend schnell lernte mein Gehirn Buchstaben-Haufen als Wörter und schließlich Sätze zu erkennen. Schon in der ersten Klasse wünschte ich mir, dass zu Weihnachten nur Bücher unterm Baum liegen und das sollte nicht nur viele Jahre so bleiben, sondern sich auch an Geburtstagen wiederholen. Bis heute liegt man bei mir mit einem Buch nie falsch - egal zu welcher Gelegenheit.

 

Mit acht hatte ich meinen eigenen Bibliotheken-Ausweis, mit dem ich mich durch ganze Regale voller Kinderliteratur arbeitete und dabei nie den Spaß, aber häufig die Zeit aus dem Blick verlor. Dass ich einmal Germanistik studieren würde, hat sich also schon in diesem zarten Alter angedeutet.

 

Heute lese ich im Schnitt jedes Jahr um die 25 Bücher verschiedenster Genres. Egal ob Psychothriller, Familiengeschichte, Biographie oder Liebesroman - ich kann mich von Harry Potter bis Shopaholic, von Thomas Mann bis Sebastian Fitzek für alles begeistern, was gut geschrieben ist und meine Fantasie beflügelt. Und weil ich fast genauso gern schreibe wie lese, will ich euch an dieser Stelle an einigen meiner Ausflüge in meine Leseecke teilhaben lassen und Inspiration für literarische Abenteuer geben. Tipps für mein Bücherregal nehme ich selbstverständlich auch gern entgegen!

 

Viel Spaß! 

 

Alle bisherigen Beiträge aus der Leseecke findet ihr hier


Die Reemtsma-Entführung aus der Sicht des Sohnes - Wir sind dann wohl die Angehörigen von Johann Scheerer

Johann Scheerer ist ein Neuling in der Literatur-Szene. Das erkennt man u. a. daran, dass die beiden Interview-Termine auf der Leipziger Buchmesse 2018 zwar gut besucht, aber nicht übermäßig voll sind, obwohl sein Erstlingswerk „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ auf Platz 19 der Spiegel Bestseller-Liste eingestiegen ist. Würde der 35-Jährige Musikproduzent aus Hamburg den Nachnamen seines Vaters tragen, hätten die Gespräche wohl noch mehr Menschen angezogen: Scheerer ist der Sohn von Publizist und Mäzen Jan Philipp Reemtsma, der 1996 Opfer einer Entführung wurde. Über diese 33 Tage berichtet der damals 13-Jährige erstaunlich offen in dem als Roman deklarierten Buch.

Buchcover "Mein Herz in zwei Welten" von Jojo Moyes
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Lou ist zurück! - Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes

Bei meiner Leidenschaft für Krimis und Thriller brauche ich zwischendurch auch mal leichte Lektüre fürs Herz. Die Romane von Jojo Moyes gehören für mich in diese Kategorie. Schon die beiden Vorgänger „Ein ganzes halbes Jahr“ und „Ein ganz neues Leben“ haben mir kleine Tränen und herzhaftes Lachen beschert. Daher habe ich mich sehr gefreut als der dritte Teil der Geschichte über Louisa Clark endlich in den Regalen der Buchhändler stand. Findet Lou nach Wills Tod endlich ihr Glück?

Buchcover "Mein Herz in zwei Welten" von Jojo Moyes
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Was ist Gerechtigkeit? - Die Vergessenen von Ellen Sandberg

Dieses Buch ist mir schon mehrfach in meinem Instagram-Feed begegnet und aufgefallen. Als ich es in der Buchhandlung meines Vertrauens unter den Empfehlungen der Woche fand, musste ich einfach zugreifen. Die Geschichte, die aus drei Perspektiven erzählt wird und Ereignisse aus dem 2. Weltkrieg mit einem aktuellen Plot kombiniert, konnte mich nicht auf Anhieb begeistern, dafür aber umso nachhaltiger.

Buchcover "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde
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Die Natur lässt sich nicht zähmen - Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde

Vom Bienensterben hat wohl jeder schon einmal gehört. Bisher habe ich diese Nachrichten nur mit einem Auge und Ohr verfolgt und mich nicht weiter darum gekümmert – bis ich Maja Lundes „Die Geschichte der Bienen“ gelesen habe. Sie zeigt mitreißend auf, welche ernsten Folgen es für die Menschheit hat, wenn wir nicht endlich lernen, mehr auf die Natur und ihre Geschöpfe Rücksicht zu nehmen, statt ständig auf Gewinnmaximierung zu schielen.

Buchcover "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde
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Gesellschaft ohne Leidenschaft – Juli Zehs „Leere Herzen“

Wie lebt es sich in einem Deutschland 2025, in dem die „besorgten Bürger“ die Regierung stellen und demokratische Werte nur noch eine blasse Erinnerung vergangener Tage sind? Wie sieht eine Gesellschaft aus, die Politik hinnimmt wie das Wetter: Es findet statt, egal ob man dabei zusieht oder nicht. Sich darüber aufzuregen hat schon lange keinen Zweck mehr, wie es Britta, Protagonistin in Juli Zehs neustem Roman „Leere Herzen“ formulieren würde. Die Autorin entwirft eine Zukunftsvision, die aktuelle Geschehnisse weiter denkt und damit beängstigend möglich erscheint.

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